Old Man’s Fotoshow: Weserbergland

 

Ostern 2010 – vier Tage frei! Grund genug, mal über die Grenzen von Hamburg zu fahren und woanders zu laufen. Aber wohin?

Da gab es doch einen dunkelblaublütigen Baron aus dem Weserbergland, der sich neuerdings als Veranstalter versuchte – turmartiger Gevattermarathon mit Seeblick (oder so ähnlich). Also die Hühner gesattelt und los ging’s.

 

Hier erreichen wir die Weser – von dem dazu gehörigen Bergland später mehr!

 

 

Als Übernachtungsort wurde uns das Freizeitgehege am Doktorsee bei Rinteln ans Herz gelegt. Aber wer erwartet hier schon die Slums Mombasas? Aber egal – wir wollten ja nur laufen! Am Samstagmorgen machten wir uns dann auf, das Schloss des berühmten Barons zu finden.

 

 

Nach mehrmaligen Abtigern der Wilhelmstrasse fanden wir seine Hütte dann auch in der zweiten Reihe. 

 

 

Und da war er dann – Jobst von weg und zu höchstpersönlich. Er ließ es sich dann nicht nehmen, alle seine Läufer persönlich zu begrüßen: 
 

 

Hier läuft gerade Uli auf, der sich gerade noch rechtzeitig von Muttern in Bückeburg losreißen konnte. 
 

 

Heiner, direkt aus der Koje seines Wohnmobils gerissen. Der Einsatz einer Bürste war vergebens. 
 

 

Anschließend stellte Jobst seine Mitarbeiter vor: dieser junge Mann sorgte dafür, dass keiner abkürzte …

 

 

… Lisa, die Tochter des Hauses versorgte uns unermüdlich mit Getränken …

 

 

… Ilse hatte die Oberaufsicht und sorgte dafür, dass Jobst auf dem Teppich blieb … 
 

 

… und Boxer Ares war für die feste Verpflegung zuständig.

 

 

Johann kramt in den unendlichen Weiten seiner Tasche. Ob er wirklich etwas gefunden hat, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. 
 

 

Heiner hatte seine derangierte Frisur inzwischen unter einer modischen Kappe versteckt, hat aber den Marathon mit Dauerduschen verwechselt. (Oder was sollte das Handtuch?) 
 

 

Letzte Lagebesprechung vor dem Start. 818 Meter! Das hieße 51,6 Runden – schlimmer als im Elbtunnel! Aber gemeint waren Höhenmeter – ist ja noch schlimmer! … 
 

 

… und los ging es – vorbei am Kurhaus (immerhin liefen wir ja in Bad Eilsen) und immer weiter den Berg hoch. Heiner übrigens immer noch mit Handtuch – ob er den Schwenk ins Kurmittelhaus vollzogen hat, ist nicht bekannt. 
 

 

Und das war dann nun das Bergland (die Weser haben wir unten gelassen). Kilometerlange Aufstiege, …

 

 

… die irgendwann nur noch gehend überwunden werden konnten … 
 

 

… bis wir den marathonnamensgebenden Turm Ida erreichten. (Immerhin musste der nicht auch noch erklettert werden).

 

 

Es waren dann also nur sieben Runden zu laufen, an deren Ende dann die emsige Mannschaft mit der Verpflegung auf uns wartete.

 

 

Die Strecke hatte neben ihrer Bergauf- und abtreterei durchaus ihre Reize. 
 

 

Hier gab es einen berittenen Streckenposten. 
 

 

Schon makaber: erst erlegen sie hier gesunde Bäume, raspeln sie klein und betten sie zur Ruhe – Schräg!

 

 

Aber immerhin wurden die ersten Frühlingsboten gesichtet.

 

 

Jobst lief heute im modischen Ganzkörperkondom. Und das vom Veranstalter dringend verordnete Handicap, eine Trinkflasche mitzuführen unterlief er aus Aerodynamik-Gründen selbstverständlich auch!

 

Als Vermesser der Strecke kannte er natürlich alle geheimen Abkürzungen und wurde zwangsweise Gesamtsieger!

 

 

Uli, gebürtiger Bückeburger (Nachbarkaff), folgte ihm auf dem Fuße. Auch er kannte sich hier aus.

Tja – das war dann Tag 1 des Fastdoppeldeckerwochenendes. Er endete mit Urkundenvergabe und Kuchenausgabe auf der Terrasse des Jobsten Schlosses.

Es folgte ein Tag der Regeration am mombasischen Doktorsee.

Am Montagmorgen sollte dann der nächste Marathon im benachbarten (schon erwähnten) Bückeburg stattfinden.

 

 

Doch was war mit Veranstalter Jobst los? Der sonst so medienhungrige Baron verwehrte sich gegen jegliche Berichterstattung (die typische Promimeise!).

 

 

Beim Morgenappell … 
 

 

… brachte er die Mädels zum Weinen …

 

 

… und Helmut konnte nur mit Glück von einer Keilerei abgehalten werden.

 

 

„Jobst, der Mann hat mir mein Brötchen geklaut!“

 

 

„Ist gar nicht war! Guck, auch im Schuh ist es nicht!“ 
 

 

Sjoerd bekam vor Schreck einen Hexenschuss. 
 

 

Dann verlor Jobst total die Übersicht, so dass die Teilnehmer sich selbst eine Strecke zusammenstellten.

 

 

Aber rechtzeitig zum Start war die Harmonie dann wieder hergestellt und der Marathon konnte pünktlich gestartet werden.

 

 

Zuerst ging es zum namensgebenden Gevattersee …

 

… oder war dieser Tümpel das? Auch egal!

 

Heiner lief heute seinen 400en Marathon/Ultra. Herzlichen Glückwunsch! Aber muss er deshalb gleich in den Becher spucken?

 

 

Bückeburger Hundemeute. 
 

 

Der heutige Lauf war dann mehr weserig, als bergig …

 

 

… also überwiegend flach!

Und das war er dann – der zweite Marathon. Auch er endete mit Urkundenausgabe (auf edlem Elefantenhautpapier), und anschließender Kuchenorgie im Hofcafé. 
 

 

Bleibt noch als Nachtrag das Bild dieser bescheidenen Hütte: hier verbrachte Jobst die ersten 30 Jahre seines Lebens. (Hast ja ganz schön lange bei Muttern gewohnt!).

Fazit: Beide Läufe sind absolut empfehlenswert, wobei der Idaturmlauf sicher landschaftlich der schönere ist (aber auch der wesentlich anspruchsvollere).

Old Man

Ernstzunehmendere(?) Berichte (aus erster Hand vom Veranstalter) finden sich hier